Die Westküste Mallorcas entdecken: von Andratx nach Soller

Viele Urlauber bekommen von Mallorca nur einen kleinen Teil zu sehen – manchmal schaffen sie es noch nicht einmal, die typischen Touristenhochburgen zu verlassen. Dies ist schade, schließlich hat die Insel viel zu bieten. Besonders die Landschaft ist schön und vielseitig, weshalb zumindest einige Tagesausflüge unternommen werden sollten.

Nachfolgend wird eine Tour (geeignet für Pkw oder Motorrad) vorgestellt, die in Abhängigkeit von der Reisegeschwindigkeit bzw. der Aufenthaltsdauer an den einzelnen Orten ungefähr einen halben Tag lang dauert. Sie führt vom bekannten Touristen-Ort Andratx an der Westküste entlang nach Soller. Ohne Rückweg kommt die Tour auf eine Strecke von etwa 53 Kilometern, die eine Fahrtdauer von etwa eineinhalb Stunden in Beschlag nimmt.

 

Abfahrt bei Andratx

Von Andratx aus geht es zunächst in nördliche Richtung. Auf der C710 geht es an kleinen Höfen vorbei, um nach ungefähr sechs Kilometern den Coll de Sa Gran Mola zu erklimmen. Von dort aus bietet sich ein traumhafter Blick auf die Serra d’es Pinotells. Wer genau hinsieht, kann den Esclop sehen, der eine Höhe von 926 Metern erreicht.

Das nächste Etappenziel ist der Mirador De R. Roca – ein schöner Aussichtspunkt, der sich auf einem vorstehenden Felsen befindet und unbedingt einen Halt wert ist. Von ihm aus ist es möglich, über dir Steilküste hinab das Meer zu sehen.

Nun geht es weiter nach Estellencs, einem kleinen Fischerdorf. Auf dem Weg dorthin wird ein Tunnel passiert und die Landschaft nimmt eine eher gräuliche Farbe an. Dennoch ist sie wunderschön und vor allem das Dorf weiß mit seinen vielen kleinen Gassen zu überzeugen. Wer möchte, kann einen kleinen Abstecher in die Bucht machen, an der das Baden sehr gut möglich ist.

Kurz nachdem Estellencs verlassen wurde, ändert sich die Straße: Sie wird relativ schmal und zugleich von steilen Felswänden bedrängt. Etwa bei Kilometer 22 befindet sich der historische Wachturm Torre de Mirador de Ses Animes. Touristen haben die Möglichkeit, in den Turm zu gehen und von dort aus auf die Aussichtsplattform zu steigen. Die gebotene Aussicht ist fantastisch, immerhin befindet sich die Plattform auf einer Gesamthöhe von etwa 250 Metern über dem Meeresspiegel.

Vom Wachturm aus sind es gerade einmal zwei Kilometer bis Banyalbufar, einem kleinen Ort mit schöner Badebucht. Der beste Blick auf den Ort eröffnet sich, nachdem der folgende Berganstieg gemeistert wurde.

 

Valldemossa

Etwa bei Kilometer 32 befindet sich eine Kreuzung, an welcher es links nach Port des Canonge abzubiegen gilt. Diese Ecke von Mallorca gilt als besonders schön und bietet die ideale Kulisse, um eine Pause einzulegen. Kurz vor Valldemossa wird erneut in linke Richtung abgebogen, um somit auf eine sehr kurvenreiche Straße zu gelangen, die vor allem Motorradfahrer sehr zu schätzen wissen. Sie führt direkt an den Hafen von Valldemossa, dessen Promenade ein kurzer Besuch abgestattet wird. Anschließend geht es zurück, um nach Valldemossa zu gelangen. Der kleine Ort, der etwas mehr als 1.400 Bewohner zählt, weiß Besucher mit seiner Idylle und der herrlichen Umgebung zu beeindrucken.

Nachdem Verlassen des Ortes geht es weiter nach Deia. Zwischendurch wird ein Stopp beim Anwesen Son Moragues eingelegt, das nicht nur traumhaft aussieht, sondern außerdem ein gutes Restaurant beherbergt. Wer möchte, kann sich hier kulinarisch verwöhnen lassen.

Zurück auf der Strecke folgt nach ungefähr zwei Kilometern der nächste Stopp, um die kleine Kirche Ermita De Trinitat zu besuchen. Das wirkliche Highlight ist der Ausblick, der sich von der kleinen Terrassenanlage aus bietet: Die Bucht kann überblickt werden und zugleich wird die Weite des Meeres unterstrichen.

Die letzten Kilometer nach Deia verlaufen an einer Hangstraße, die ebenfalls eine tolle Aussicht und zugleich ein einmaliges Fahrgefühl verspricht. In Deia angekommen empfiehlt sich ein Spaziergang, um den Künstlerort zu erkunden und sich gegebenenfalls ein wenig zu stärken. Wer Baden möchte, lässt den Ort hinter sich und stoppt nach etwa einem Kilometer, um in die Bucht zu gelangen.

 

Soller

Nun führt die C710 direkt nach Soller. Etwa fünf Kilometer von der Stadt entfernt, befindet sich ihr Hafen. Wer den Hafen aus der Ferne sehen möchte, fährt am besten zum Leuchtturm Cap Gros: Er verspricht eine wunderschöne Aussicht. Anschließend geht es weiter in die Stadt, um diese zu erkunden und anschließend die Rückfahrt anzutreten.

 

Tipps zur Wahl des Mietwagens

Für diejenigen, die nicht mit dem eigenen Auto anreisen, wird sich irgendwann die Frage stellen, wie die Insel mit dem eigenen Auto erkundet werden kann, ohne an einer organisierten Rundfahrt teilzunehmen? Für die meisten heißt die Antwort: Ein Mietwagen muss her. Davon gibt es auf Mallorca ausreichend. In der Hauptsaison stehen etwa 25000 Mietwagen zur Verfügung. Interessenten sind allerdings gut damit beraten, die Buchung schon vor Ankunft über das Internet vorzunehmen. Auf diese Weise sichern sie sich bessere Konditionen und wissen letztlich auch, welche Inhalte im Mietwagenvertrag stehen. Wer sich ein Auto erst direkt vor Ort mieten möchte, sollte sich umso genauer informieren und Angebote vergleichen, damit die Kosten nicht unnötig hoch bemessen sind.


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